Österreichischer Sekt in Zahlen
Laut der jährlichen Umfrage im Auftrag von Schlumberger zeigt sich der Markt vergleichsweise stabil mit einem leichten Absatzrückgang von -1,6 Prozent und einem Umsatzrückgang von -1,9 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Auf dem Schaumweingesamtmarkt bleibt Sekt mit knapp 70 Prozent klarer Marktführer. Wer zu heimischem Sekt greift, stärkt nicht nur Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, sondern genießt auch ein Produkt, das für lange Tradition, Genusskultur und ein besonderes Lebensgefühl steht. Das vierte Quartal ist traditionell die stärkste Zeit für Sekt, somit sieht man der kommenden Sekt-Hochsaison mit Weihnachtsgeschäft, Silvester und Ballsaison optimistisch entgegen. Zumal der Trend zur Regionalität und das Vertrauen in die Qualität heimischer Produkte dafürsprechen. (Quelle: AC Nielsen, Sektmarkt LEH inkl. H/L, KW 5-36/2025)
Prickelnde Speisenbegleiter im Trend
Bei der von Schlumberger im Jahr 2024 beauftragen Umfrage hinsichtlich „Sekt als Speisenbegleiter“ gaben 71 Prozent der Befragten an, Sekt grundsätzlich zum Essen zu trinken. Rund 30 Prozent davon tun dies regelmäßig oder häufig, wobei 50 Prozent davon zur Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen zählen. 43 Prozent aller Personen, die Sekt zum Essen konsumieren, achten ganz besonders auf eine leichte und frische Note beim Sekt, gefolgt von Qualität (33 Prozent) und Preis (33 Prozent). Quelle: Market-Institut Online-Panel, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 18 J.; Befragungszeitraum 19.-22.8.24.
Fokus auf Gastronomie
Besonderes Augenmerk legt das Österreichische Sektkomitee darauf, Sekt Austria und generell heimischen Sekt stärker in der Gastronomie zu verankern. Regionalität und heimische Wertschöpfung sollten sich auch im Schaumweinangebot auf den Weinkarten widerspiegeln. Dafür werden Gastronomiebetriebe und Sommeliers mit gezielten Aktivitäten und Veranstaltungen angesprochen, um die exzellente Qualität von Sekt Austria noch weiter ins Bewusstsein der Marktteilnehmer*innen zu bringen.
Grundsätzlich sieht man der kommenden Sekt-Hochsaison mit Weihnachtsgeschäft, Silvester und Ballsaison optimistisch entgegen. Zumal der Trend zur Regionalität und das Vertrauen in die Qualität heimischer Produkte dafürsprechen.
Aufklärungsbedarf bei Herkunft
Bei der Herkunft setzen 77 Prozent auf österreichische Qualität und bevorzugen heimische Schaumweine. Auch bei Gastronomiebesuchen bestellen Herr und Frau Österreicher am liebsten Sekt aus heimischen Rebsorten (55 Prozent). Es zeigt sich jedoch, dass hier noch ein gewisser Aufklärungsbedarf besteht: 70 Prozent der Befragten können den genauen Unterschied zwischen Sekt, Prosecco und Champagner nicht nennen. Bei Menschen, die regelmäßig Sekt konsumieren sowie bei Champagner-Trinkern ist das Wissen darüber am stärksten ausgeprägt.
Jüngere tendieren zu heimischer Qualität
Der Begriff „Große Reserve“ steht für höchste Qualität bei österreichischem Sekt (handgelesene Trauben aus einer einzelnen Gemeinde, mindestens 36 Monate Reife auf der Hefe). 41 Prozent der Befragten geben an, dass sie für eine österreichische „Große Reserve“ gleich viel zahlen würden wie für eine Flasche Champagner, 16 Prozent würden sogar mehr zahlen. Vor allem jüngere Leute entpuppen sich hier als Verfechter heimischer Qualität – unter den 18- bis 29-Jährigen würden bereits zwei Drittel gleich viel oder mehr für einen österreichischen Spitzensekt zahlen, während Ältere zu der Bereitschaft tendieren, für Champagner mehr Geld auszugeben.
Von der Sektflöte zum Weinglas
Auch die Glasform für den Sektgenuss durchlebt einen Wandel, immerhin 16 Prozent der Befragten bevorzugen dafür das Weinglas, unter jenen, die auch im Alltag Sekt trinken, sind es 28 Prozent. Darüber hinaus erfreut sich die Sektflöte der größten Beliebtheit, während die Champagnerschale wieder ein merkbares Comeback feiert.
Vom Tag des österreichischen Sekts am 22. Oktober bis Jahresende werden üblicherweise 45 Prozent der Jahresmenge konsumiert.
Derzeit widmen sich in Österreich an die 300 Betriebe der Herstellung von Sekt und Schaumwein. Weitere 3.000 Betriebe sind als Rohstofflieferanten (Trauben oder Grundweine) tätig.
Die stark wachsenden Segmente im Sektbereich sind die Geschmacksrichtungen Brut, Extra Trocken und Rosé mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten (Menge und Wert).
Die Wertschöpfung der heimischen Sektwirtschaft beträgt (inklusive Zulieferbetriebe) 60 Millionen Euro und 3.000 Arbeitsplätze werden damit gesichert.
Das Österreichische Sektkomitee hat sich zum Ziel gesetzt, den Marktanteil von österreichischem Sekt von 30 Prozent mittelfristig auf 50 Prozent zu erhöhen und vor allem in der Gastronomie deutlich stärker zu werden. (vgl. in der Gastronomie hat österreichischer Wein rund 80 Prozent Marktanteil).